Bonhoeffergemeinde Westhagen

ÜBERSICHT der unten stehenden THEMEN:

1. Links der Ev. Kirche

2. Zwölf gute Gründe, in der Kirche zu sein

3. Die 95 Thesen von Luther

4. Kirchensteuer

5. Kollekten

6. Religionsunterricht

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1. Links der Ev. Kirche:


Glaubens-ABC:                     http://www.ekd.de/glauben/abc/index.html

95 Thesen von Luther:         https://www.ekd.de/glauben/95_thesen.html

Fragen zur Taufe:                  http://www.ekd.de/glauben/taufe.html

Fragen zur Konfirmation:     http://www.ekd.de/glauben/konfirmation.html

Fragen zur Hochzeit:            http://www.ekd.de/glauben/hochzeit.html

Fragen zum Wiedereintritt:  http://www.ekd.de/einsteiger/wiedereintritt.html



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2.  Zwölf gute Gründe, in der Kirche zu sein

  1. Im christlichen Glauben bewahrt die Kirche eine Wahrheit, die Menschen sich nicht selber sagen können. Daraus ergeben sich Maßstäbe für ein verantwortungsbewusstes Leben.
  2. In der Kirche wird die menschliche Sehnsucht nach Segen gehört und beantwortet.
  3. Die Kirche begleitet Menschen von der Geburt bis zum Tod. Das stärkt auf geheimnisvolle Weise.
  4. In der Kirche können Menschen an einer Hoffnung auf Gott teilhaben, die über den Tod hinausreicht.
  5. Die Kirche ist ein Ort der Ruhe und Besinnung. Unsere Gesellschaft ist gut beraten, wenn sie solche Orte pflegt.
  6. In der Kirche treten Menschen mit Gebeten und Gottesdiensten für andere ein. Sie tun das auch stellvertretend für die Gesellschaft.
  7. Die kirchlichen Sonn- und Feiertage mit ihren Themen, ihrer Musik und ihrer Atmosphäre prägen das Jahr. Die Kirche setzt sich dafür ein, diese Tage zu erhalten.
  8. In Seelsorge und Beratung der Kirche wird der ganze Mensch ernstgenommen und angenommen.
  9. In Krankenhäusern und anderen sozialen Einrichtungen der Kirche schaffen viele haupt- und ehrenamtlich Engagierte ein besonderes, menschliches Klima.
  10. Wer die Kirche unterstützt, übt Solidarität mit den Schwachen und Benachteiligten.
  11. Kirchliche Musik und Kunst sind bis heute prägende Kräfte unserer Kultur.
  12. Wo immer Menschen hinkommen oder hinziehen, treffen sie auch die weltweite christliche Gemeinschaft. Dazu kann jede und jeder beitragen

(Quelle: Amt für Öffentlichkeitsdienst der Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche, Broschüre "12 Gründe in der Kirche zu sein", Bestellung www.komm-webshop.de

(Link: http://www.ekd.de/einsteiger/12gutegruende.html )

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3. Die 95 Thesen von Luther


Für evangelische Christen ein wichtiger Schritt zum emanzipierten Glauben:
Die 95 Thesen von Martin Luther, hier schreibt er in 95 Sätzen alles das auf, was ihm zum damaligen Zeitpunkt
am christlichen Glauben falsch und widersrüchlich vorkam.
Martin Luther wollte<span class="_wysihtml5-temp-placeholder"></span> mit diesen Sätzen ein Gespräch unter Theologen anfangen,
hat aber in Wirklichkeit damit den Anfang der Trennung weg von der katholischen Kirche begonnen.
Das war nie seine Absicht. Unsere Aufgabe heute ist, diese Thesen zu lesen und darin genau das zu suchen,
was heute noch in den christlichen Kirchen einer Verbesserung oder Verdeutlichung bedarf.


https://www.ekd.de/glauben/95_thesen.html


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4. Kirchensteuer

Bild: LKA Hannover

Erstens: "Die Kirche ist für alle da – egal, wie sie sich finanziell beteiligen!"

Die wesentliche Ertragsquelle für die Landeskirche ist die Landeskirchensteuer.
Unter den gesamten landeskirchlichen Erträgen beträgt ihr Anteil regelmäßig rd. 80 %.

Die Landeskirchensteuer ist eine Steuer im Sinne des staatlichen Rechts.
Sie wird von den Kirchenmitgliedern im Zusammenhang mit dem Lohnsteuerabzug bzw. mit der Veranlagung der Einkommensteuer erhoben. Ihre Höhe bemisst sich nach der Einkommensteuer.
Sie beträgt, wie in den meisten evangelischen Landeskirchen,
9 % der Einkommensteuer, höchstens jedoch 3,5 % des zu versteuernden Einkommens.

Wie viel Kirchensteuer muss ich auf meine Kapitalerträge zahlen?

Die Kirchensteuer ist ein Finanzbeitrag der Kirchenmitglieder für ihre Kirche.
Sie ist keine staatliche Subvention, sondern ein Mittel der Selbstfinanzierung der Kirche durch ihre Mitglieder.
Der Steuereinzug durch die staatlichen Finanzämter wird bezahlt und ist kein Geschenk.
Die Kirchensteuer beträgt in der Regel neun Prozent der Lohn- und Einkommensteuer.

  • Sofern Sie also Kapitalertragsteuer zahlen, wird auf diese Kirchensteuer in Höhe von 9 % erhoben.

Sie wird über das Finanzamt eingezogen und an die Kirchen weitergegeben.
Der Staat erhält für diesen Dienst zwischen zwei und vier Prozent des Steueraufkommens.

Daneben wird in der Landeskirche, wie in allen anderen evangelischen Landeskirchen, das besondere Kirchgeld im Zusammenhang mit der Einkommensteuerveranlagung von Kirchenmitgliedern erhoben, deren Ehegatte nicht einer steuererhebenden Kirche angehört. Die Höhe des besonderen Kirchgeldes wird nach einer Kirchgeldtabelle bemessen. Die Kirchgeldtabelle hat 13 Stufen mit Kirchgeldbeträgen, die von 96 Euro pro Jahr bis zu 3 600 Euro pro Jahr reichen. Die Staffelung knüpft an das gemeinsam zu versteuernde Einkommen der Ehegatten an, wobei Kirchenlohn- bzw. -einkommensteuern angerechnet werden. Nachdem schon seit der Einführung des besonderen Kirchgeldes im Jahre 2000 die Rechtmäßigkeit in mehreren gerichtlichen Entscheidungen bestätigt worden war, hat letztlich auch das Bundesverfassungsgericht im Oktober 2011 die Erhebung des besonderen Kirchgelds für verfassungsgemäß erklärt.

Bei allen Kirchensteuern verringert sich die effektive Belastung für die Kirchenmitglieder noch erheblich dadurch, dass die Kirchensteuern in vollem Umfang bei der Ermittlung des zu versteuernden Einkommens als Sonderausgaben abgezogen werden und damit die Höhe der Einkommensteuer vermindern.

Bedeutung der Kirchensteuer

Die Kirche finanziert ihre Aufgaben aus unterschiedlichen Quellen. Die mit Abstand wichtigste ist der Kirchenbeitrag (Kirchensteuer). Die Kirchensteuer ist die Basis der Finanzierung der kirchlichen Arbeit.

Mit der Anbindung an die Einkommensteuer (als Zuschlag in Höhe von 8% in Bayern und Baden-Württemberg bzw. 9% in den übrigen Bundesländern) erfüllt sie nicht nur die grundrechtlich erforderlichen Besteuerungsmaximen, insbesondere das der Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit und Folgerichtigkeit, sondern ist auch

  • Mitgliederbezogen
    In erster Linie müssen die Mitglieder der Kirche die Aufgaben ihrer Kirche finanzieren. Das System muß also mitgliederbezogen sein.
  • Gerecht
    Die Mitglieder sollten ihre Kirche im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit unterstützen, d.h., das System sollte differenziert, gerecht und sozial ausgewogen sein mit der Folge, daß Leistungsfähige mehr bezahlen als weniger Leistungsfähige, daß vergleichbare Sachverhalte auch gleich behandelt werden und daß sozial schwache Personengruppen angemessen eingestuft werden.
  • Unabhängig
    Es sollten zwischen Zahlern und Empfängern keine Abhängigkeiten entstehen.
  • Akzeptiert
    Das System sollte demokratisch legitimiert sein und von der Mehrheit der Mitglieder auch inhaltlich akzeptiert werden können.
  • Transparent
    Es sollte in der praktischen Durchführung transparent sein, d.h., durchschaubar und nachvollziehbar.
  • Effizient
    Es sollte effizient sein, d.h., es sollten bei der Einwerbung der finanziellen Mittel keine unnötigen Kosten entstehen. Hierzu gehört, daß bewährte Teile des Finanzierungssystems (z.B. Einbindung der Finanzverwaltung und des Arbeitgebers) nicht verändert werden.
  • Nachhaltig
    Und schließlich sollte das System die Gewähr der Nachhaltigkeit bieten, damit Planungssicherheit gewährleistet ist.

 

Kirchensteuer bleibt auch im Jahr 2015 gleich

Kapitalerträge werden weiterhin versteuert

(1) Die Einkünfte aus Kapitalerträgen müssen versteuert werden.
(2) Steuerpflichtige geben diese Einkünfte auf der Steuererklärung an.
    Damit sind auch die anteiligen Kirchensteuern zu entrichten.
    Vom 1. Januar 2015 an werden die Banken diese auf Kapitalerträge anfallende Kirchensteuer automatisch an den Staat abführen.
    Diese Neuregelung ist keine neue Steuer, sondern lediglich ein modernisiertes und automatisiertes Verfahren,
    das der Gesetzgeber vorgeschrieben hat. Über diese haben die Kreditinstitute ihre Kunden informiert.
    Die bisherige Steuerfreistellung von Kapitalerträgen bleibt beibehalten.
    (801,00 Euro für Alleinstehende bzw. 1.602,00 Euro für Ehegatten).

Kirchensteuer ist der Mitgliedsbeitrag der Kirche.

Die Kirchenmitgliedschaft beginnt mit der Taufe. Sie gilt ein Leben lang.
Ohne die Bereitschaft der Kirchenmitglieder, durch ihren Beitrag
– ob als Kirchensteuer, Spende oder Kollekte – die kirchliche Arbeit zu unterstützen,
könnten sehr viele Aufgaben nicht wahrgenommen werden.

Die Kirche ist für diese Bereitschaft sehr dankbar.

Wer zahlt Kirchensteuer?

Kirchenmitglieder, die über ein eigenes zu versteuerndes Einkommen verfügen und daher Lohn- oder Einkommensteuer entrichten, zahlen Kirchensteuer. Die Kirchensteuer ist steuerlich als Sonderausgabe absetzbar. So verringert sich die Steuerschuld. Wer aus der Kirche austritt, muss durch den Wegfall der Kirchensteuer, seinem jeweiligen Steuersatz entsprechend, entsprechend höhere Lohn- oder Einkommensteuern zahlen.

Wie hoch ist die Kirchensteuer?

Die zu zahlende Kirchensteuer beträgt im Durchschnitt etwa ein Prozent des gesamten Bruttoeinkommens. Die Höhe der Kirchensteuer bemisst sich nach der Lohn- und Einkommensteuer, die nach dem zu versteuernden Einkommen berechnet wird. Auf diese Weise richtet sie sich nach der individuellen Leistungsfähigkeit der Kirchenmitglieder. Wer ein geringes oder kein zu versteuerndes Einkommen hat, zahlt keine Kirchensteuer.

Bei der Einkommensteuer kann ich die gezahlte Kirchensteuer als Sonderausgabe
im Sinne des § 10 Abs. 1 Nr. 4 Einkommensteuergesetz (EStG) abziehen.
Ist der Sonderausgabenabzug auch im neuen Verfahren berücksichtigt?

Auch bei der Kirchensteuer auf Kapitalertragsteuer wird ein Sonderausgabenabzug gewährt, auch wenn § 10 Abs. 1 Nr. 4 EStG nicht unmittelbar zur Anwendung kommt. Nach § 10 Abs. 1 Nr. 4 EStG ist die Kirchensteuer bei der Festsetzung der Einkommenssteuer als Sonderausgabe abziehbar und mindert so die Einkommenssteuerschuld.

Da es bei der Besteuerung der Kapitalerträge gerade nicht zu einer Festsetzung der Einkommenssteuer beim Finanzamt kommen soll, wird der Sonderausgabenabzug in diesem Verfahren anders berücksichtigt, indem der steuermindernde Effekt gezahlter Kirchensteuer bei der Kapitalertragsteuer (Abgeltungssteuer) rechnerisch ermittelt und im Steuersatz berücksichtigt wird.

Im Ergebnis beträgt der Steuersatz...
für nicht Kirchensteuerpflichtige 25 %,
für Kirchensteuerpflichtige          24,45 % (bei einem Kirchensteuerhebesatz von 9 Prozent).

Beispiel

(vereinfacht, ohne Berücksichtigung des Sparer-Pauschbetrags):
Herr Mustermann erhält für das abgelaufene Kalenderjahr 10.000 € Zinsen.
Er ist evangelisch und lebt in Niedersachsen, wo der Kirchensteuersatz 9 Prozent beträgt.
Ohne den pauschalen Sonderausgabenabzug würde Herr Mustermann 2.500 Euro
Abgeltungssteuer (25 Prozent), 137,50 Euro Solidaritätszuschlag (5,5 Prozent) und 225 Euro
Kirchensteuer (9 Prozent) auf seine 10.000 Euro zahlen müssen, also insgesamt 2.862,50 Euro.
Mit der pauschalen Ermäßigung sieht die Berechnung wie folgt aus:
Abgeltungssteuer = 10.000 Euro : (4 + 0,09) = 2.445 Euro
Solidaritätszuschlag = 2.445 Euro x 0,055 = 134,50 Euro
Kirchensteuer = 2.445 Euro x 0,09 = 220 Euro
Durch die pauschale Ermäßigung zahlt Herr Mustermann nur ca. 2.799,50 Euro.

Sie möchten mehr wissen?
Zu Kirchensteuern:

http://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/meta/service/abgeltungssteuer


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5. Kollekten


Wieso heißen die Spenden eigentlich "Kollekte"?

Das Wort "Kollekte" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "das Eingesammelte" (colligere = zusammensammeln).
Das Geld, das während oder am Ende des Gottesdienstes eingesammelt wird, nennt man daher Kollekte.
Kollekten werden schon im Neuen Testament erwähnt. Paulus ruft die Gemeinde in Korinth dazu auf, Geld für die Christen in Jerusalem zu sammeln. Er bekräftigt seine Bitte durch eine längere Predigt zum Sinn des Spendens, denn "...einen fröhlichen Geber hat Gott lieb". (2. Kor 8-9)



Die Kirche ist der "Leib Christi"

Seit den Zeiten des Alten und Neuen Testaments ist es üblich, dass in Gottesdiensten Kollekten – früher sagte man: Almosen – für gemeindliche und kirchliche Zwecke eingesammelt werden.
  Kollekten helfen, diakonische und gemeindliche Arbeit zu ermöglichen. Brot für die Welt, Armenhilfe, Volks- und Weltmission, aber auch manche Projekte der Bildungsarbeit und der Kirchenmusik werden aus Kollektenmitteln unterstützt.
  Zum anderen machen die Kollekten jeden Sonntag neu bewusst, dass wir mit anderen Christen und Christinnen im Kirchenkreis, Sprengel, in der Landeskirche – ja: der ganzen Welt als Schwestern und Brüder in Christus verbunden sind. Als Kirche sind wir „Leib Christi“ (1. Korinther 12) und tragen füreinander Verantwortung.
  Besonders der Apostel Paulus stellt im 2. Korinther diese geistliche und ökumenische Dimension der Kollekte heraus, und er ist gewiss, dass auf der Kollekte Segen liegt und die Kollekte auch für die Gemeinde eine geistliche Bereicherung ist. Darum hat die Kollekte ihren Ort im Gottesdienst.


Im Jahr 2013 wurde die "Handreichung für die pfarramtliche Praxis" aktualisiert und als Broschüre allen Pfarrämtern der hannoverschen Landeskirche zugeschickt. Ihr sind die obigen Ausführungen entnommen.
Sie ist auch als pdf abrufbar unter:
http://www.landeskirche-hannovers.de/dms/evlka/service/dokumente/Kollekten_Handreichung/Kollekten_Handreichung.pdf?1391683286

auch ein guter Link: http://www.gemeinde-leiten.de/unser-angebot/bau-verwaltung-und-recht/finanzen/kollekten

oder auch hier: http://www.ekd.de/kirchenfinanzen/finanzen/kirchliche_arbeit/kollekten.html



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6. Religionsunterricht

  1. Religion stellt eine unverzichtbare Dimension humaner Bildung dar.

  2. Nach evangelischem Verständnis muss der Gottesbezug im Zentrum der religiösen Bildung stehen.
    Gleichzeitig eröffnet religiöse Bildung Zugänge zu zukunftsfähigen Werten.

  3. Religiöse Bildung braucht ein eigenes Schulfach Religion.

  4. Der Religionsunterricht findet bei den Schülerinnen und Schülern ebenso positive Resonanz wie bei den Lehrerinnen
    und Lehrern, bei den Schulen und in der Elternschaft.

  5. Der Religionsunterricht unterstützt die Ausbildung zentraler Kompetenzen.

  6. Religionsunterricht ist eine Aufgabe der staatlichen Schule und des freiheitlichdemokratischen
    Staates, die nur in Zusammenarbeit mit den Religionsgemeinschaften erfüllt werden kann.

10 Gründe für den Religionsunterricht

  1. Bildung braucht Religion.
    Schülerinnen und Schüler haben ein Recht auf Religion und religiöse Bildung.
    Eltern suchen Unterstützung für eine an religiös begründeten Werten orientierte Erziehung.
    Die religiöse Bildung braucht dafür ein eigenes und eigenständiges Schulfach.

  2. Zur Entwicklung und Unterstützung ihrer persönlichen Identität und ihrer Fähigkeit, mit unterschiedlichen Überzeugungen und vielfältigen Lebensformen umzugehen, brauchen Schülerinnen und Schüler die Auseinandersetzung mit Fragen von Religion und Glauben.

  3. Kunst und Kultur, Gesellschaft und Verfassung Deutschlands sind ohne Kenntnisse der Religionen und insbesondere der christlichen Religion nicht zu verstehen.

  4. Religionsunterricht gehört als ordentliches Unterrichtsfach zum Fächerkanon der öffentlichen Schule, damit für Schülerinnen und Schüler das Recht auf positive Religionsfreiheit gewährleistet wird.
    Gleichzeitig ist die Freiheit derjenigen Schülerinnen und Schüler zu wahren, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen möchten; für sie wird das Fach "Werte und Normen" in den weiterführenden Schulen eingerichtet.

  5. Das Zusammenleben in einer multireligiösen und multikulturellen Gesellschaft gelingt nur, wenn Kenntnisse der eigenen wie anderer Religionen und Kulturen bei den einzelnen Personen gegeben sind.
    Der Religionsunterricht vermittelt die dafür notwendigen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen.

  6. Der Religionsunterricht schafft die Grundlage für Toleranz, Respekt und ein Leben mit Differenzen.

  7. Im Religionsunterricht lernen Schülerinnen und Schüler, eigene Standpunkte zu entwickeln und andere zu verstehen.
    Erst von einem geklärten Standpunkt her kann ein Dialog mit anderen begonnen werden.

  8. Der Religionsunterricht lebt von der für alle erkennbaren Position des Faches und der Unterrichtenden: im Zentrum der religiösen Bildung steht nach evangelischem Verständnis die Rede von Gott. Auf dieser Grundlage lädt der Religionsunterricht zur kritischen Auseinandersetzung ein.

  9. Der Religionsunterricht erzieht zur Bereitschaft, Verantwortung für sich selbst und für andere zu übernehmen.
    Er vermittelt die dazu notwendigen Normen und Werthaltungen und eröffnet Zugänge zu einem Gemeinwesen orientierten Auftreten und Engagement.
    Der Religionsunterricht lehrt den Umgang mit Gelingen und Erfolg genauso wie mit Schuld und Scheitern.
Weitere Regelungen und rechtliche Grundlagen zum evangelischen
Religionsunterricht finden Sie unter:
www.kirche-schule.de